Häufig gestellte Fragen (FAQ)

DREHANDEL verfügt über viel Erfahrung und diese möchten wir dir nicht vorenthalten.

Du bist Neuling und hast Fragen rund um das Thema Homegrowing? In unseren FAQ haben wir häufige gestellte Fragen beantwortet, um dir den Einstieg zu erleichtern. Unser Wunsch ist es, dich vor Fehlern durch Unwissenheit zu bewahren. Falls deine Fragen hier nicht beantwortet werden, dann schreib uns einfach an.

Growzelte

Normale Growboxen gibt es in vielen Größen und Formen, aber alle unsere Growzelte sind zwischen 1,40 m und 2,20 m hoch. In ihnen kannst du fast alle Pflanzenarten anbauen, wachsen, blühen und Fruchtknoten und Samen bilden lassen. Du kannst Tomaten, Gurken, Paprika, Chillies, Kartoffeln, Kräuter, Orchideen, Kakteen und viele andere Pflanzenarten anbauen. Aufgrund der integrierten Türen, Fenster, Lüftungs- und Kabelöffnungen kann man das Klima mit Hilfe von entsprechender Mess- und Regeltechnik an die Bedürfnisse der Pflanze optimieren. 

Propagatoren und Anzuchtzelte

Anzuchtboxen hingegen sind perfekt auf die Bedürfnisse von Stecklingen und Sämlingen optimiert. Stecklinge und Sämlinge benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 % relative Luftfeuchtigkeit. Dies ist am einfachsten in kleinen Räumen möglich. Die Sichtfenster sind von großem Vorteil, da diese ermöglichen, den Zustand der Jungpflanzen zu prüfen, ohne das empfindliche Klima zu stören. Es gibt Propagatoren in jeder Größe, um jedem Gärtner die perfekte Anzuchtbox zu bieten.

Die Vorzucht im separaten Propagator ermöglicht auch eine zeitoptimierte Vorzucht, sodass die neuen Jungpflanzen schon perfekt fertig sind für den Blühraum, wenn die alten Pflanzen gerade geerntet werden. Wie Growboxen haben Propagatoren alle notwendigen Öffnungen für die Zu- und Abluft, Kabeldurchlässe und Türen.

Temperatur

Vor allem in den ersten beiden Wochen benötigen Sämlinge und Stecklinge konstant optimale Temperaturen. Das ist wichtig, da die Jungpflanzen noch sehr anfällig sind und optimale Temperaturen ein schnelles Pflanzenwachstum fördern. In der Nacht ist die Gefahr besonders hoch, dass die Temperatur abfällt, was du einfach mit einem Thermo- und Hygrometer mit minimal und maximal Speicher kontrollieren kannst. 

Wasser

Außerdem solltest du darauf achten, dass die relative Luftfeuchtigkeit immer über 70 % liegt, um optimale Bedingungen für die Keimung und Bewurzelung zu schaffen. Ohne Wasser keimt Saatgut nicht und ausgetrocknete Anzuchterde nach der Keimung tötet den frisch gekeimten Sämling. Frisch geschnittene Stecklinge müssen ihre Wurzeln erst noch bilden und sind daher darauf angewiesen, dass in der Anzuchterde und in der Luft genügend Wasser vorhanden ist. 

Licht

Bei der Beleuchtung gibt es einfache Regeln, die eine erfolgreiche Anzucht begünstigen. In der Anzucht- und Wachstumsphase solltest du generell mit blauem Licht oder einer Vollspektrum LED arbeiten. Geeignete Pflanzenlampen für die Anzucht findest du bei unseren LED-Growlampen.


Die Photoperiode, also die Anzahl der Lichtstunden je 24 Stunden, sollte dabei zwischen 18 und 24 Stunden liegen. Auch dies regt deine kleinen Pflänzchen zum gesunden Wachstum an. Je nach Growlampe ist der Abstand zu den Pflanzen sehr wichtig. Vor allem Stecklinge mögen in den ersten Wochen keine intensive Beleuchtung, da sie sonst zu viel Photosynthese betreiben und dadurch zu viel Nährstoffe und Wasser verbrauchen. Am Anfang hängt die Growled also weiter von den Pflanzen weg und/oder ist stark gedimmt.

Je kräftiger und größer deine Pflanzen werden, desto mehr steigt auch deren Lichthunger. Deine Growled hängst du jetzt näher an die Pflanzen ran (in den meisten Fällen nicht näher als 30 cm Abstand zur Pflanzenspitze) und regelst den Dimmer graduell auf 100 % hoch.

Lichtkeimer benötigen bereits während der Keimung eine Lichtquelle, Dunkelkeimer erst, nachdem der Sprössling die Oberfläche durchbrochen hat. Stecklinge sind ab der ersten Minute auf Licht angewiesen, jedoch stresst sie zu viel Licht unnötig. Grundsätzlich empfehlen wir 18 Lichtstunden pro Tag während der Anzucht. Es funktioniert aber auch mit 14 oder 24 Stunden Licht, falls ihr experimentieren möchtet. 

Was steckt dahinter: Im Laufe der Evolution haben viele Pflanzenarten gelernt, dass der Sonnenverlauf der konstanteste Faktor ist, der ihnen zuverlässigsten zeigt, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Im Frühling und Frühsommer sind die Tage lang und die Nächte kurz, und wenn die Nächte länger werden, dann wird es Zeit für die Blüte und Samenbildung, damit sie vor dem Winter damit fertig geworden sind. 
 

Für die Vorzucht und Anzucht von Samen oder Stecklingen benötigst du eine Anzuchtlampe mit der richtigen Farbtemperatur. Tageslichtweiß oder kaltweiß mit einer Kelvinzahl zwischen 5.000 K und 6.500 K ist dabei am besten geeignet. Anders ausgedrückt braucht deine Lichtquelle einen hohen Blaulichtanteil, welcher grob zwischen 400 und 500 nm liegt.

Neben den speziell für die Anzucht und das Wachstum konzipierten sogenannten Wachstumslampen gibt es auch Vollspektrum LEDs, welche das Sonnenlicht-Spektrum imitieren. Diese haben ein sehr breites und ausgewogenes Lichtspektrum, welches sich für Anzucht, Wachstum und Blüte eignet. Das Spektrum ist dabei auf den kurzwelligen blauen und den langwelligen roten Spektralbereich optimiert. Diese Vollspektrum-LEDs haben den Vorteil, dass du nur eine Lampe für dein Hobby benötigst. Wir empfehlen dir noch einen Dimmer zu verwenden, denn die Pflanzen brauchen zum Anfang ihres Wachstums viel weniger Lichtenergie als in der Blüte- und Fruchtbildungsphase.

Anzuchtlampen sollten wenig Wärme abgeben!

Sprösslinge und Stecklinge sind in den ersten Tagen und Wochen sehr empfindlich. Deshalb solltest du darauf achten, dass deine Pflanzenlampe keine zu hohe Wärmeentwicklung aufweist. Dies könnte deine Pflänzchen schädigen, indem sie zu viel Wasser verdunsten, ohne dass das Wurzelsystem es nachliefern kann. In Extremfällen können auch Proteinstrukturen innerhalb der Blattzellen oder ganze Blattareale zerstört werden, was zum kompletten Absterben der Jungpflanze führen kann.

Deshalb ist es ratsam, Anzucht LEDs zu verwenden, da sie die elektrische Energie am effizientesten in Licht umwandeln und relativ wenig Wärme im Vergleich zu Metall-Halogenlampen oder anderen Leuchtmitteln abgeben.
Du kannst mit der Hand fühlen, ob und wie viel Wärme eine Pflanzenlampe abgibt. Gute Anzucht LEDs kannst du ohne Probleme mit der Hand anfassen und wenn du deine Hand ca. 5 cm unter die Lampe hältst, solltest du nur noch wenig oder keine Strahlungswärme mehr spüren.

Beispiele

Zur Anzucht von Stecklingen und Sämlingen empfehlen wir die Garden Highpro Anzucht LED Leuchten. Diese geben den Pflanzen genug Licht, ohne sie zu stressen. 

Wenn du von Anfang an eine hochwertige Vollspektrum-LED verwenden willst, dann empfehlen wir dir, diese zu Anfang auf ca. 20 % der Leistung zu dimmen. Wenn die Pflanzen ein paar gesunde schöne Blattpaare gebildet haben, kannst du sie auf 40–60 % hochdrehen. Zu Blütebeginn dann auf ca. 80 % gehen, und zur Mitte der Blüte hin dann die LED Lampe voll aufdrehen. Dies gilt für LED Leuchten, die für die zur Blüte ausgeleuchtete Fläche optimiert sind.


Für eine 1 × 1 m große Anbaufläche eignen sich z. B. folgende Growleds:

All diese Leuchten sollten zu Anfang des Pflanzenlebens auf ca. 20 % gedimmt betrieben werden, und dann kann die Leistung der Growled Schritt für Schritt erhöht werden.

Du möchtest erfolgreich mit Stecklingen arbeiten oder Samen mit bestmöglicher Keimrate vorziehen? Dann ist es ratsam einen Propagator zu verwenden, da Samen und Stecklinge in den ersten Wochen besondere Anforderungen an ihre Umgebung haben. Es gibt Anzuchtzelte jeder Größe, je nachdem wie viel Platz du hast und wie viele Stecklinge oder Sämlinge du gleichzeitig ansetzen willst. Diese Propagatoren haben im Sortiment, aus denen du auswählen kannst.

Propagatoren

Bilder von Garden Highpro

Wie viele Stecklinge / Sämlinge möchtest du gleichzeitig vorziehen?

Du möchtest 1 - 24 Stecklinge / Sämlinge gleichzeitig vorziehen

Dann ist der Propagator S die richtige Wahl für dich.  Er ist 60 cm breit, 40 cm tief und 40 cm hoch.

Du möchtest  5 - 70 Stecklinge / Sämlinge gleichzeitig vorziehen

Dann ist der Propagator M die richtige Wahl für dich.  Er ist 80 cm breit, 60 cm tief und 40 cm hoch.

Du möchtest 50 - 720 Stecklinge / Sämlinge gleichzeitig vorziehen

In den Propagator L passen auf 5 Ebenen je bis zu 144 Stecklinge / Sämlinge (= 720 Stück). Jede Ebene ist 60 cm breit, 40 cm tief und 40 cm hoch. Er eignet sich auch sehr gut dazu, die Sämlinge / Stecklinge bei Bedarf noch größer vorzuziehen. Einzelne Zwischenetagen können sehr einfach herausgenommen werden.

Du möchtest 100 - 1440 Stecklinge / Sämlinge gleichzeitig vorziehen

In den Propagator XL passen auf 2 × 5 Ebenen je bis zu 144 Stecklinge / Sämlinge (= 720 Stück). Jede Ebene ist 60 cm breit, 40 cm tief und 40 cm hoch. Er eignet sich auch sehr gut dazu, die Sämlinge oder Stecklinge bei Bedarf noch größer vorzuziehen. Einzelne Zwischenetagen können sehr einfach herausgenommen werden.

Du kannst natürlich auch sehr einfach und schnell Keimlinge, Sprossen und Kräuter in diesen Propagatoren anbauen. Gesünder und frischer geht es nicht. Probiere es aus.

Benötigst du ein komplettes Anzuchtset?

Wir haben jeden Propagator mit dem passenden Anzucht Zubehör ausgestattet. In diesen Komplettsets findest du eine Anzucht LED mit Zeitschaltuhr, ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessgerät, eine Sprühflasche und einen kleinen Abluftventilator. Um die Bewurzelung der Stecklinge zu beschleunigen, findest du das Clonex Gel im Set. Clonex Mist liefert deinen Jungpflanzen die Nährstoffe über die Blätter und die Root Riot Anzuchtwürfel dienen als Substrat für Stecklinge. Unsere Sets haben jeweils drei Auswahloptionen, falls du nicht alle Komponenten benötigst. Schau sie dir an.

Anzuchtsets
Bilder von Garden Highpro und Growth Technology

Photosynthese ermöglicht die Energiegewinnung bei Pflanzen durch Lichtenergie

Ziel der Photosynthese ist es, aus energiearmen Molekülen energiereiche aufzubauen, um diese letztendlich in langen Zuckerketten (Polysaccharide wie Stärke) zu speichern. Bei der Photosynthese werden jeweils 6 Moleküle Kohlenstoffdioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) mithilfe von Lichtenergie (Photonen) in ein Molekül Zucker (Glucose, C6H12O6) und sechs Moleküle Sauerstoff umgewandelt.

  • 6 CO₂ + 6 H₂O → C6H12O6 + 6 O₂

Dabei wird die Energie der Sonnenstrahlung in chemische Energie umgewandelt und in Form von Zuckermolekülen in der Pflanze konserviert. Die Pflanze ist dadurch in der Lage, Energie für energieintensive Stoffwechselprozesse (wie z. B. Nährstoffaufnahme oder Zellwachstum) in den Zellen bereitzustellen. Dies geschieht, indem sie die Zuckermoleküle in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle zu ATP, der Energiewährung in Zellen, verbrennt.

Gärtner haben ein hohes Interesse, die Photosyntheseleistung ihrer Pflanzen zu steigern bzw. die optimalen Bedingungen hierfür zu schaffen. Das bedeutet zum einen, genügend Licht mit den richtigen Wellenlängen zur Verfügung zu stellen. Dafür werden leistungsstarke Growleds mit Dimmer eingesetzt, um zu richtigen Zeitpunkten entsprechende Lichtintensitäten auf die Blattoberflächen zu bringen.

Wenn dies geschafft wurde, ist der einzige limitierende Faktor der CO₂-Gehalt der Luft. Deswegen reichern Profigärtner die Luft mit CO₂ an und erhöhen gleichzeitig die Lichtintensität noch mehr, um das maximale Pflanzenwachstum durch gesteigerte Photosyntheseleistung ihrer Pflanzen herauszukitzeln. Neben dem höheren Lichtbedarf steigt dabei gleichzeitig auch die Temperaturtoleranz, weshalb dies auch ein Grund für CO₂-Zugaben im Hochsommer ist.
 

Welcher Aktivkohlefilter passt zu deinem Grow-Setup?

Welcher Aktivkohlefilter ist der Richtige?

Bei der Auswahl des richtigen Aktivkohlefilters (AKF) musst du auf einige Dinge achten. Zunächst solltest du das Volumen deines Growraums kennen und entscheiden, wie häufig die Luft ausgetauscht werden soll. Das wiederum hängt eng zusammen mit der Beleuchtungstechnik und der Lichtintensität. LED-Lampen produzieren deutlich weniger Abwärme als NDL-Lampen und hohe Lichtintensität führt zu mehr Transpiration, führt zu höherer Luftfeuchte. Auch die Pflanzendichte kann ein relevanter Faktor für die Luftfeuchtigkeit sein. 


Meistens geht es aber primär um den Abtransport der Abwärme zur Aufrechterhaltung der optimalen Wachstumstemperatur deiner Pflanzen. Dementsprechend wählst du deinen Lüfter aus, welcher dir den Flanschdurchmesser und die Filterleistung des Aktivkohlefilters vorgibt. 
Bist du unsicher? Wir beraten dich gerne.

Faustformeln:

  1. Der Lüfter sollte in der Lage sein, die gesamte Raumluft alle 30 Sekunden einmal auszutauschen. Also 120-mal pro Stunde
  2. Der Lüfter sollte ca. 10- 20 % stärker gewählt werden, um den Luftwiderstand der gesamten Abluftinstallation (Schlauchlänge, Biegungen, Filter, Schalldämpfer sind alles Widerstände für den Lüfter) auszugleichen. 
  3. Die angegebene „Kapazität“ des AKF sollte mindestens 90 % der Lüfterleistung entsprechen.


Daraus ergeben sich folgende Berechnungsformeln:

  • Raumvolumen (m³) = Länge (m) * Breite (m) * Höhe (m) 
  • Lüfterleistung (m³/h) = Raumvolumen (m³)  * 120 (Austausch/Stunde) * 1,2 (Faktor Luftwiderstand Lüftungssystem)
  • Mindest-„Kapazität“ des Aktivkohlefilters  (m³/h) = Lüfterleistung  (m³/h) * 0,9


Hier eine Beispielrechnung zur Hilfestellung

Du hast eine 1 × 1 m Growbox mit einer Höhe von 2 m.

Raumvolumen = 1 m × 1 m × 2 m = 2 m³

  • Berechnung des passenden Lüfters: 2 m³ × 120 × 1,2 = 284 m³/h →  Ein geeigneter Lüfter für diese Box sollte also um die 290 m³/h Leistung haben. Wenn es keinen perfekt passenden Lüfter gibt, entscheide dich immer lieber für einen etwas stärkeren. 
  • Berechnung des passenden AKF: 284 m³/h × 0,9 = 256 m³/h → Ein geeigneter AKF für diese Box sollte also ca. 260 m³/h Kapazität haben. Auch hier gilt, lieber etwas größer als etwas kleiner. 

Tabelle aller Rhino Pro Aktivkohlefilter